„Tersteegenmarkt“ rund um die Petrikirche am 07./08.12.2019

Zum Abschluss des Tersteegen-Gedenkjahres 2019 in Mülheim an der Ruhr findet ein Historischer „Tersteegenmarkt“ statt

„Erstmals überhaupt und im Rahmen des diesjährigen Adventmarktes in der Mülheimer Altstadt findet am kommenden Wochenende, am Samstag 07.12. und Sonntag, 08.12.2019, von 14.00 bis 20.00 Uhr, der Historische „Tersteegenmarkt“ rund um die Petrikirche statt. Er wurde von der Evangelischen Kirche, dem Verein „Pro Altstadt“ und dem Freundes- und Förderkreis Heimatmuseum Tersteegenhaus e.V. vorbereitet.

Über 18 „Marktstände“ …

… fast ausnahmslos aus dem Mülheimer Handwerk, von der Sattlerin über Gitarrenbauer, Töpfer, Dackdecker bis zum Schmied, werden für ein „unvergessenes“ Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher des „Tersteegenmarktes“ garantieren. Für ausreichend „historisches“ Trinken und Essen ist gesorgt.

Der erste „Tersteegenmarkt“ in Mülheim an der Ruhr ist nicht nur ein weiterer Höhepunkt, sondern bildet auch den Abschluss des „Tersteegen-Gedenkjahres“ 2019, in Erinnerung an den vor 250 Jahren verstorbenen weltbekannten Kirchenlieddichter und Mystiker Gerhard Tersteegen (1697-1769). In unmittelbarer Nachbarschaft lebte und wirkte er im heutigen Tersteegenhaus. Vertreter des Freundes- und Förderkreises Heimatmuseums Tersteegenhaus erwarten Sie am 2. Adsventswochenende, am Samstag (07.12.) und Sonntag (08.12.), ab 14.00 Uhr als Gäste des ersten Mülheimer Tersteegenmarktes.

Für die Organisatoren des „Tersteegenmarktes“ erklärten Pfarrerin Annegret Cohen und Markus Püll, dass die Einnahmen aus dem „Tersteegenmarkt“ für die kirchliche Jugendarbeit und auch zur Unterstützung des „neuen“ Tersteegenhauses verwendet werden.

Bilder: Hg. Schiemer

Tersteegen-Gedenkjahr 2019: Vortrag am 28.10. von Prof. Ulrich Kellermann

Auf Einladung des Freundes- und Förderkreises Heimatmuseum Tersteegenhaus wird in einer öffentlichen Mitgliederversammlung zunächst Frank P. Buchwald, Leiter des städtischen ImmobilienService, umfassend über die aktuellen Planungen für das „neue Tersteegenhaus“

am Montag, 28. Oktober 2019,
18.00 Uhr, im Petrikirchenhaus

(Pastor-Barnstein-Platz 2)

berichten.

Anschließend wird der profunde Tersteegen-Kenner Prof. Ulrich Kellermann, zum Thema „Symbolkraft der Denkmäler von Gerhard Tersteegen“ referieren. Diese Vortragsveranstaltung mit Prof. Kellermann findet auch im Rahmen des umfangreichen Veranstaltungsprogramms zum Tersteegen-Gedenkjahr 2019, anlässlich des 250. Todestages von Gerhard Tersteegen, dem weltweit bekannten Kirchenlieddichter und Mystiker, statt.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen im Tersteegen-Gedenkjahr 2019 sind auf der Webseite www.tersteegenjahr2019.de zu finden.

Tersteegen-Gedenkjahr 2019: Vortrag von Prof. Kellermann zur Geschichte des Tersteegen-Grabmals am 26.09.

Tersteegen-Nachlese: Mülheims Tersteegendenkmäler und ihre Missgeschicke 

Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Kellermann am

  • Donnerstag, 26. September 2019, 19.30 Uhr
  • in der Buchhandlung Michael Fehst am Löhberg Nr. 4,
    45468 Mülheim an der Ruhr
  • EINTRITT FREI !

Der Mülheimer Tersteegen-Kenner Ulrich Kellermann stellt in einem bebilderten Vortrag vor allem die wechselhafte Geschichte des sog. Teresteegen-Grabmals von seiner

Der gebürtige Mülheimer und Historiker Professor Dr. Ulrich Kampmann

Planung 1835 bis zu seiner Umstellung an den Zugang zur Petrikirche 2019 dar.
Die Erklärung der überbordenden Symbolik dieses Denkmals bildet dabei den Mittelpunkt seiner Ausführungen.
Diese erstrecken sich aber auch auf den vielen unbekannten Tersteegen-Stein im Witthausbusch, das Tersteegenhaus in der Teinerstraße 1 als Baudenkmal und auf weitere eher unbekannte noch bestehende wie vergangene Tersteegen-Erinnerungspunkte unserer Stadt.
Die meisten von ihnen zeichnen sich durch erlittene Missgeschicke aus, über die Tersteegen, der sich jedes Erinnerungsmal ausdrücklich verbeten hatte, „im Himmel schadenfroh lächeln könnte“.

Herzliche Einladung !

Foto: Dr. Thomas Emons

Neuer Bericht zur Sanierung des Tersteegenhaus

Tragfähiger Sanierungsvorschlag für die Zukunft des Hauses wird erstellt

Am 24. Juni 2019 hat im Mülheimer Kulturausschuss der Leiter des städtischen ImmobilienService, Frank Buchwald, folgende Stellungnahme zu den aktuellen Planungen für die Sanierung des Tersteegenhauses vorgetragen:

„Wie bereits im März 2019 berichtet, war es Auflage zu den gewährten Fördergeldern des Denkmalschutz-Sonderprogramms BKM VII, die „Geschichtsforschung“ einzubeziehen. Die Arbeiten der „Geschichtsforschung“ werden in Kürze abgeschlossen. Es werden nur noch wenige Konstruktionen geöffnet und untersucht, weil fast das ganze Gebäude erkundet wurde. Im Rahmen dieser Untersuchung hat sich gezeigt, dass das Haus in seinen Ursprüngen bereits auf das Jahr 1530 zurückzuführen ist. Es handelt sich also um eines der ältesten Häuser in Mülheim an der Ruhr. Der abschließende Bericht wird nach dem Abschluss der Untersuchungen vorbereitet.

Um einen tragfähigen Sanierungsvorschlag für die Zukunft des Hauses zu erstellen, wird der ImmobilienService auf den Kulturbetrieb zugehen und für die zukünftige Nutzung um Erstellung eines Betreiberkonzeptes (u.a. Art und Umfang der Ausstellung, Gestaltung der Ausstellung(en) bezogen auf die historische Bausubstanz, Brandschutz, Barrierefreiheit, Öffnungszeiten, Personal, Einbindung in die Mülheimer Kulturlandschaft) bitten.“

Stadtverordneter Markus Püll: „…wieder zuversichtlicher, dass wir zu einem positiven Abschluss kommen!“

Baustelle Tersteegenhaus im Februar 2018 | Foto: Hg.Schiemer

Stadtverordneter Markus Püll, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises Heimatmuseum Tersteegenhaus: „Es wird immer wieder deutlich, dass es eine riesige Herausforderung ist, in absehbarer Zeit die Wirkungsstätte von Gerhard Tersteegen und das Heimatmuseum wieder mit Leben zu erfüllen. Der aktuelle Bericht des ImmobilienService beweist, dass die gründlichen Planungen zur umfangreichen Sanierung dieses denkmalgeschützten Kleinodes auf dem Mülheimer Kirchenhügel unverdrossen weiter gehen. Mich stimmt dies nach einigen Nackenschlägen wieder zuversichtlicher, dass wir zu einem positiven Abschluss kommen!“

Geführte Radtour von Moers nach Mülheim

Von Tersteegens Geburtsstadt Moers nach Mülheim an der Ruhr radelnd

Moers. (pst) Vor allem durch seine Kirchenlieder, wie „Ich bete an die Macht der Liebe“ oder „Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel in Chören“ ist der Laienprediger und Schriftsteller Gerhard Tersteegen bekannt geworden. Er wurde am 25. November 1697 in Moers geboren. Vor 250 Jahren starb er in Mülheim an der Ruhr. Anlässlich seines 250. Todestages unternahm eine Gruppe der Volkshochschule Moers – Kamp-Lintfort in Kooperation mit dem ADFC Moers/Neukirchen-Vluyn eine geführte Radtour von seinem Geburtshaus in Moers (Foto: Grafschafter Museum) zu seinem Wohnhaus in Mülheim an der Ruhr, dem heutigen Heimatmuseum Tersteegenhaus.

Beim Tersteegen-Gedenkstein an der Petrikirche

Die Leiterin des Grafschafter Museums Diana Finkele informierte kurz über Tersteegens Leben in Moers. Auf dem Moerser Altmarkt konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einen Blick auf sein Geburtshaus werfen. Über Essenberg führte die insgesamt 55 Kilometer lange Tour entlang der Ruhr weiter bis nach Mülheim an der Ruhr. Am dortigen Heimatmuseum auf dem Kirchenhügel in der Mülheimer Altstadt wurde eine längere Pause gemacht. Diese wurde vom Vorsitzenden des Freundes- und Förderkreises Heimatmuseum Tersteegenhaus, Bürgermeister a.D. Markus Püll,dazu genutzt, einiges über Tersteegens Wirken in Mülheim an der Ruhr zu berichten. Die Rückfahrt erfolgte nachmittags – nach einer Rast – nördlich der Ruhr über Meiderich, Ruhrort und Homberg. Horst Rayen (ADFC) begleitete die Gruppe während der gesamten Tour.

In der Mülheimer Altstadt

Quelle: Presseinfo Moers –
Fotos: VHS Moers-Kamp Lintfort/Dr. Ulrich Steuten

Weiterer Höhepunkt im Tersteegen-Gedenkjahr 2019: Gedenkstein vor Petrikirche enthüllt

Bild: PR-Fotografie Köhring

Ein weiteres Highlight im Tersteegen-Gedenkjahr konnten über 100 Teilnehmer am Mittwoch, den 3. April, in Mülheim an der Ruhr erleben. Zunächst wurde mit einer Abendandacht in der Petrikirche an den 250. Todestag des weltbekannten Mülheimer Predigers, Mystikers und Kirchenlieddichter Gerhard Tersteegen erinnert. Danach wurde der mit Hilfe des Mäzens Ulrich Turck restaurierte Tersteegen-Gedenkstein vor der Petrikirche feierlich in einem Lichtermeer enthüllt. Mit dabei auch der Vorsitzende und das Vorstandsmitglied des Freundes- und Förderkreises Heimatmuseum Tersteegenhaus, Markus Püll und Hansgeorg Schiemer sowie der Kulturausschussvorsitzende Hans-Georg Hötger.

Bild: PR-Fotografie Köhring

Damit erinnert der Gedenkstein vor der Petrikirche und in der Nähe seiner Wirkungsstätte wieder an den Menschenfreund Gerhard Tersteegen.

70 Mülheimer gespannt auf Historiker Professor Kampmann

19. März 2019 – Vortrag zum Tersteegen-Gedenkjahr 2019 liefert spannende Einsichten in die Zeit des Mystikers Gerhard Tersteegen

von  Dr. Thomas Emons / Lokalkompass Mülheim an der Ruhr

„Wer kann schon im Exil sagen: Ich sehe meine Heimat“, freut sich der Vorsitzende des Fördervereins für das zurzeit noch eingerüstete und auf seine Restaurierung wartende

Den lebendigen und engagierten Vortrag verfolgten viele Mülheimer

Tersteegenhaus, Markus Püll. 70 interessierte Mülheimer sind jetzt der Einladung des Förderkreises ins benachbarte Petrikirchenhaus gefolgt, um mit dem in Mülheim aufgewachsenen Historiker Christoph Kampmann in die Lebenszeit des vor 250 Jahren in seinem Haus an der Teinerstraße gestorbenen Menschenfreundes, Predigers und Poeten zurückzuschauen.

Historiker Professor Kampmann: Der gebürtige Mülheimer beleuchtete mit interessanten Details die Lebenszeit Tersteegens

Sie hören einen lebendigen und engagierten Vortrag, der ihnen zeigt wie aktuell Tersteegens auf religiöse Toleranz und christliche Nächstenliebe ausgerichtetes Denken auch zweieinhalb Jahrhunderte nach seinem Tod ist. Christoph Kampmann, der mit dem Geschäftsführer des Freundes- und Förderkreises Tersteegenhaus, Hansgeorg Schiemer, Geschichte studiert hat und heute als Professor an der Marburger Philipps-Universität lehrt, zeigt: Tersteegens Wirken war im 18. Jahrhundert auch deshalb möglich, weil das Herzogtum Berg, zu dem auch die Herrschaft Broich gehörte, eine der wenigen multikonfessionellen Territorien im damaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war, in dem die Landesherren nicht auch die Konfession ihrer Untertanen bestimmten.

Blick ins Publikum: Volles Haus und ein Höhepunkt der Veranstaltungen zum Tersteegenjahr 2019

„Diese keineswegs konfliktfreie Erfahrung religiöser Toleranz hat den Menschen an der Ruhr auch später während der Industrialisierung geholfen, Menschen unterschiedlicher Konfessionen zu integrieren“, erklärte Kampmann. Er wies darauf hin, dass viele andere Regionen Deutschlands, abseits der Metropolen, diese Erfahrung erst nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise nachholen mussten.

Tersteegen-Biograph Professor Ulrich Kellermann ergänzte mit Anekdoten und Hinweisen den Vortrag

Spannend war es auch von der Denkschrift Tersteegens zu hören, mit der der Mülheimer Mystiker an den atheistischen Preußen-König Friedrich II. appellierte, seine Kriegspolitik aufzugeben und sich zum christlichen Glauben an die Unsterblichkeit der menschlichen Seele zu bekehren. Dass Tersteegen Friedrichs Einladung zu einem Gespräch ablehnte, erklärte Tersteegen-Biograf Professor Dr. Ulrich Kellermann mit Tersteegens begrenzten Französisch-Kenntnissen, mit denen er sich einem Dialog mit dem Französisch sprechenden Preußen-König nicht gewachsen gesehen habe.

Bilder: Dr. Thomas Emons

 

 

 


Wer war Gerhard Tersteegen?

von  Dr. Thomas Emons

  • 1697 Er wird 25. November als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Moers geboren, wo er die Lateinschule besucht
  • 1713 Nach dem Tod seines Vaters muss er die Lateinschule verlassen und bei seinem Mülheimer Schwager in die Kaufmannslehre gehen. Später verdient der stets kränkelnde Tersteegen seinen Lebensunterhalt als Band- und Seidenweber
  • 1724 Nach einem Erweckungserlebnis verschreibt er sich und sein Leben in Form eines Blutsbriefes Jesus Christus.
  • 1729 Mit dem „Geistlichen Blumengärtlein“ erscheint Tersteegens Gedicht: „Ich bete an die Macht der Liebe“, das neben seinem Gedicht „Gott ist gegenwärtig“ später konfessionsübergreifend Teil des christlichen Kirchenliedgutes wird. In diesem Jahr gibt Tersteegen seinen Handwerksberuf auf und beginnt mit Hilfe seiner Förderer sein geistliches Wirken als Dichter, Prediger und Menschenfreund. Er organisiert Armenspeisungen und eignet sich heilpraktische Kenntnisse an, um auch Kranken helfen zu können. Sein elterliches Erbe stiftet er

    Postkarten-Motiv Ruhrperle Tersteegenhaus

    den Armen.

  • 1746 Er bezieht das Haus an der Teinerstraße, das wir seit 1950 als Mülheimer Heimatmuseum kennen.
  • 1769 Am 3. April stirbt Gerhard Tersteegen und wird am 6. April auf dem Kirchhof der Petrikirche beigesetzt.
  • 1775 Gegen Tersteegens Willen veröffentlichen seine Anhänger eine erste Biografie
  • 1838 Tersteegens Anhänger stiften einen Gedenkstein, der an der Petrikirche aufgestellt wird
  • 1903 Im Witthausbusch, in dem Tersteegen oft Ruhe suchte und fand, setzen seine Anhänger ihm einen weiteren Gedenkstein mit seiner weltberühmten Gedichtzeile: „Ich bete an die Macht der Liebe.“
  • 2011 Gründung des Vereins der Freunde und Förderer des Heimatmuseums Tersteegenhaus
  • 2017 Das baufällige Tersteegenhaus muss eingerüstet und restauriert werden
  • 2019 Am Tersteegens 250. Todestag wird der restaurierte Tersteegen-Gedenkstein aus dem Jahr 1838 auf dem Pastor-Barnstein-Platz aufgestellt. Der Mülheimer Theologe Ulrich Kellermann veröffentlicht eine neue Tersteegen-Biografie.

19. März 2019 – Vortrag: Deutschland in der Zeit Tersteegens

19. März 2019 – Vortrag: „Deutschland in der Zeit Tersteegens – politische und religiöse Lebenswelt(en)“

von Prof. Christoph Kampmann (Marburg)

Dienstag, 19. März, 18.30 Uhr
Petrikirchenhaus,
Pastor-Barnstein-Platz 2,
45468 Mülheim an der Ruhr

Leben und Werk Tersteegens sind vor dem Hintergrund seiner politisch-religiösen Lebenswelt zu verstehen. Beschaulich und friedlich war sie nicht. Auseinandersetzungen zwischen den Konfessionen standen in engem Zusammenhang mit anderen politischen Konflikten. Das galt gerade in dem politisch wie territorial sehr engmaschigen und buntscheckigen Raum an Niederrhein und Ruhr. Zugleich aber war es auch die Zeit eines Neuaufbruchs, an dem Tersteegen wesentlich beteiligt war.

Auf Einladung des Freundes- und Förderkreises Heimatmuseum Tersteegenhaus wird Professor Christoph Kampmann den Vortrag halten und einen Überblick über zentrale Strukturen sowie politische und religiöse Entwicklungen der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geben. Professor Kampmann ist in Bochum geboren und lebte in seiner Jugendzeit in Mülheim an der Ruhr. Seit 2003 hat er den Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Philipps-Universität Marburg.

EINTRITT frei

Quelle: www.tersteegenjahr2019.de

Deutscher Bundestag beschließt Förderung des Tersteegenhauses

Mitteilung des Mülheimer MdB Arno Klare (SPD): 500.000 € für das Tersteegenhaus

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 8.11. den Kulturetat für 2019 sowie die Projektliste des Denkmalschutzsonderprogramms VII beschlossen. Das Mülheimer Heimatmuseum Tersteegenhaus kann nun mit einer Fördersumme von 500.000 € durch den Bund rechnen. Damit ist rund ein Fünftel der zu erwartenden Sanierungskosten abgedeckt.

SPD-MdB Arno Klare: Förderung „ein Mutmacher“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Arno Klare begrüßt den Beschluss: „Das Tersteegenhaus ist ein historisches und kulturelles Zentrum in Mülheim an der Ruhr. Es ist erfreulich, dass der Förderantrag erfolgreich war. Das ist ein Mutmacher für die Mitarbeiter, Freunde und Förderer des Hauses.“

Baustelle Tersteegenhaus im Februar 2018 | Foto: Hg.Schiemer

Das nach dem evangelischen Kirchenlieddichter Gerhard Tersteegen benannte Haus ist eines der ältesten Fachwerkhäuser Mülheims. Seit seiner Rekonstruktion 1950 ist es als Heimatmuseum Standort der kulturgeschichtlichen Sammlung der Stadt Mülheim.

Quelle:
https://www.arnoklare.de/2018/11/09/500-000-e-fuer-das-tersteegenhaus/

Tersteegenhaus: Wieder Licht im Tunnel ?

Die Sicherungsmaßnahmen durch ein Spezialgerüst zur Abstützung der Fassade und der Auflasten des Daches sind abgeschlossen.

Ergänzende Schadstoffuntersuchungen wurden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar in Teilen eine Schadstoffsanierung erfolgen muss, jedoch nicht in einem so großen Umfang wie bisher angenommen. Daher können die Untersuchungen zum Schadensbild der Konstruktion des Tersteegenhaus zum Teil parallel erfolgen. Diese Arbeiten wurden im Juni begonnen. Derzeit werden weiter umfangreiche Untersuchungsmaßnahmen im Bereich des Nordgiebels vorgenommen womit auch umfangreiche Abstützungsmaßnahmen im Gebäudeinneren erforderlich werden. Untere Denkmalbehörde und die Bezirksregierung sind hier direkt eingebunden.

Die Entsorgung der schadstoffhaltigen Bauteile wird derzeit vorbereitet (Erstellung Leistungsverzeichnis, Angbebotsanfragen u. Beauftragung folgen), die Ausführung soll nach Abschluss des Vergabevorgangs im September stattfinden.

Die genaue Festlegung der Sanierungsmaßnahme und des –Umfanges kann aber erst nach Abschluss der erforderlichen Untersuchungen erörtert werden und muss im Vorfeld mit den Denkmalbehörden abgestimmt werden.

Antrag auf Fördermittel gestellt

Für die Maßnahmen zur denkmalgerechten Schadensanalyse wurde fristgerecht ein Antrag auf Gewährung einer Landeszuwendung – Denkmalförderung – gestellt. Aufgrund von weitergehenden Erkenntnissen der Schädigung des Hauses und des erforderlichen Stützgerüstes Einsturzgefahr) wurde der Antrag kurzfristig aktualisiert und umfasst einen geschätzten Gesamtaufwand von 412.600 EUR für den Bereich der denkmalgerechten Schadensanalyse. Dabei kann sich der Eigenanteil auf 206.300 EUR belaufen, wenn die maximal mögliche 50%-Förderung gewährt wird. Ein verbindlicher Zuwendungsbescheid liegt dem ImmobilienService bisher noch nicht vor.

Um im nächsten Jahr weitere Fördermittel (ggf. Bundesmittel) für die Sanierung erhalten zu können, wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde ein weiterer Förderantrag erarbeitet und fristgerecht eingereicht (BKM Mittel für Denkmalpflege – Sonderprogramm VII). Für diesen Antrag wurden überschlägig die zu erwartenden Sanierungskosten auf ca. 2,6 Mio. EUR geschätzt, wohl wissend um die Tatsache, dass vor Abschluss der Schadensanalyse und der daraus abzuleitenden Maßnahmen eine Kostenschätzung nicht als gesichert angesehen werden kann.

Quelle: Stellungnahme Städtischer ImmobilienService zum Sanierungsprojekt „Heimatmuseum Tersteegenhaus“ vom 19.09.2018